Portugal

Die Morgenluft war klar und die Temperaturen morgendlich frisch. Bei der Kaffeepause zum Tankstopp merkten wir, bereits in Portugal, es wurde nicht wärmer. Wir näherten uns dem Atlantik. 42Grad Celsius war gestern, heute sollte es unter 30 Grad bleiben. Die letzen Kilometer kam es uns vor, als ob die küstennahen Pinienwälder uns noch einmal verführen wollten: "…lass krachen". Zum Glück waren die Reifen runter und jeder Gasstoß ließ unsere Hecks ausbrechen. Das Abbremsen im Sand zeigte uns aber nur zu deutlich, dass wir es mit dem Speed nicht übertreiben durften. Immerhin lag ja noch der gleichlange Rückweg vor uns und wir wollten doch heile wieder nach Hause.

Hier war also die letzte Dakar auf europäischem Kontinent gestartet worden. Ja, kann ich mir in den riesigen Pinienwäldern nahe dem Atalnatik gut vorstellen. Allerdings auch ein wenig Kondition zehrend, wenn die Profis mit den schweren Rallye-Racern beherzt Gas geben! Noch eine Stunde mit hohem Pulsschlag durch militärisches Übungsgebiet (hatten wir wirklich die Hinweisschilder übersehen?) und dann raus aus dem Gelände und auf die Brücke, die uns hinüber nach Lissabon brachte.

 

 

Ein wenig kam mir der alte Fredy Mercurie Song (We are the Champions) in den Sinn und mischte sich mit dem Adrenalin in den Adern zu dem herrlichen kühlen Fahrtwind über den fjordartigen Atlantikarm, der in die Bucht von Lissabon hineinragt.

Transiberica: geschafft!